Hysterektomie: Nach der Operation

Nach einer medizinischen Überwachung im Aufwachraum, werden Sie wieder auf Ihr Zimmer gebracht.

Beim Aufwachen werden Sie feststellen, dass eventuell folgende Elemente angebracht wurden: Infusion, Blasenkatheter, Redon-Drainage und den Faden einer Scheidentamponade. Diese Elemente werden nach und nach während des Krankenhausaufenthaltes entfernt.

Während Ihres Aufenthaltes in der Klinik werden Sie sich in aller Ruhe von dem Eingriff erholen können.

Wie sehen die Tage nach dem Eingriff aus?

In den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff führt das Pflegepersonal regelmäßige Untersuchungen Ihres allgemeinen Gesundheitszustandes durch und überprüft folgende Vitalparameter:

  • Wachzustand;
  • Schmerzen,
  • Verbände;
  • Mögliche vaginale Blutungen;
  • Harnausscheidung;
  • Infusionen;
  • Temperatur, Blutdruck und Puls;
  • Wiederaufnahme der Darmtätigkeit

Während der folgenden Tage, wird die medizinische Überwachung der Entwicklung Ihres Gesundheitszustandes angepasst.

Die Schmerzbehandlung

hysterectomie-postopDie Schmerzbehandlung ist eine der Prioritäten unseres Pflegeteams. Nach dem Eingriff können Schmerzen auftreten, die durch eine Behandlung mit Schmerzmitteln gelindert werden. Dabei wird das Protokoll zur Schmerzbehandlung befolgt, das im Aufwachraum durch den Arzt erstellt wurde.
Das erste Aufstehen findet relativ frühzeitig statt. Hierbei ist die Anwesenheit einer Pflegekraft obligatorisch.

Überwachung und Behandlung der Operationswunde

Bei einer abdominalen Hysterektomie wird die Operationswunde mit selbstauflösenden Fäden oder Wundklammern verschlossen. Anschließend wird ein Verband angebracht.

Bei einer Hysterektomie mittels Bauchspiegelung: Die Operationswunden am Bauch werden mit separaten kleinen Verbänden versorgt.

Am nächsten Tag kann die Patientin dank des wasserdichten Verbandes schon duschen. Die Versorgung der Operationswunde erfolgt gemäß den Anweisungen des Chirurgen.

Überwachung der Harnausscheidung

Die Harnausscheidung wird bis zur Entfernung des Blasenkatheters (ungefähr 24 Stunden nach der Operation) überwacht. Das Entfernen des Katheters ist nicht schmerzhaft.

Überwachung der Drainagen

Die Menge des abgeleiteten Wundsekretes wird regelmäßig überwacht bis zur Entfernung der Drainage auf ärztliche Anordnung.

Überwachung der InfusionenSurveillance des perfusions

Die Infusionen verbleiben mindestens 24 Stunden nach dem Eingriff oder auch länger falls notwendig. Die Pfleger kontrollieren die Durchlässigkeit und den Punktionsstelle. Nach dem Entfernen der Infusion können die meisten Medikamente oral verabreicht werden.

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Wiederaufnahme der Darmtätigkeit und des Stuhlgangs

Nach der Operation deutet das Ablassen von Winden auf die Wiederaufnahme der Darmtätigkeit hin. Die Normalisierung des Stuhlgangs kann jedoch einige Tage dauern. Zögern Sie nicht, sich bei Beschwerden an die Pflegekräfte zu wenden.
Die schrittweise Wiederaufnahme der Nahrung wird vom Arzt überwacht.

Überwachung des Risikos für die Entwicklung einer Thromboembolie

Die Überwachung und Prävention dieser Art von Komplikationen werden folgendermaßen gewährleistet:

  • Klinische Überwachung der unteren Gliedmaßen (Untersuchung auf Rötungen, Wassereinlagerungen, Schmerzen, Schwellungen);
  • Anziehen von Kompressionsstrümpfen vor dem Eingriff;
  • Frühzeitiges Aufstehen;
  • Injektion eines Gerinnungshemmers (1 Mal am Tag).

Zögern Sie nicht sich für alle weiteren Fragen bezüglich Ihrer Betreuung an Ihren Frauenarzt oder an das Pflegepersonal zu wenden.

Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes hängt von Ihrem Gesundheitszustand und Genesung ab.

Bei Bedarf wird Ihre Folgebehandlung festgelegt. Der Arzt verschreibt Ihnen ein Mittel zur Blutverdünnung, das Sie selbst zu Hause spritzen müssen. Die Pflegekräfte werden Ihnen alle notwendigen Erklärungen geben, damit Sie sich die Injektionen selbst machen können.

Vor Ihrer Entlassung überprüfen das Pflegeteam und der behandelnde Arzt Ihre Autonomie sowie Ihre Kenntnisse über den durchgeführten Eingriff. Lesen Sie hierzu folgenden Artikel: Hysterektomie: Die Rückkehr nach Hause)

 



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