Einführung der Beikost

bebe-mangeEin Säugling kann bis zum Alter von 4 Monaten ausschließlich mit Muttermilch gefüttert werden. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt sogar bis zum Alter von 6 Monaten eine Ernährung ausschließlich mit Muttermilch. Ab 4 Monaten kann man beginnen, die Ernährung mit Gemüse, Obst, Fleisch, Eigelb und Fisch zu ergänzen.

Wird das Baby mit der Flasche gefüttert, genügt es, von der Geburt bis zum Alter von 3 Monaten, ausschließlich Ersatzmilch zu füttern (maximal 1000ml am Tag, 5 Flaschen zu je 200ml oder 4 Flaschen zu je 250ml).

Ab dem vierten oder sechsten Monat (wenn gestillt wird), können Sie beginnen die Ernährung nach und nach mit Obst und Gemüse zu ergänzen, und zwar auf die folgende Art und Weise:

Die erste Woche

Geben Sie Ihrem Kind vor der Flasche oder dem Stillen um 11 und 14 Uhr am ersten Tag 1-2 Löffel Karottenpüree, die Menge wird dann nach und nach gesteigert. Am Ende dieser ersten Woche erreicht man ungefähr 7 Löffel Karottenpüree.

petit-potsDie zweite Woche

Die Gemüsemenge wird weiterhin gesteigert und dabei auch diversifiziert (Lauch, Spinat, ...), und man kann nach und nach, je nach Rhythmus des Babys, die Flasche oder das Stillen zur Mittagszeit durch Püree oder Gemüse ersetzen.

gleichen Zeit kann man beginnen, die Flasche oder das Stillen am Nachmittag durch ein Fruchtpüree zu ersetzen, und zwar nach und nach wie beim Gemüse. Anfangen kann man zum Beispiel mit 1/4 geriebenem Apfel, 1/4 Banane und etwas Orangensaft.

Einen Monat später beginnt man, Fleisch einzuführen (10 bis 20 Gramm Kalbfleisch, Rindfleisch oder Hühnchen, höchstens 2 Teelöffel) an 5 Tagen pro Woche. Einmal die Woche kann man ein Eigelb füttern, und ein bis zweimal die Woche Fisch (20 bis 30 Gramm).

In den folgenden Monaten, können Milchprodukte eingeführt werden (Frischkäse, Joghurt, ...).

Etwa 10 Monate nach der Geburt, kann man beginnen das Kind daran zu gewöhnen, am Tisch die verschiedenen Mahlzeiten mitzuessen.

Wussten Sie schon?

Warum von Kuhmilch im ersten Jahr abgeraten wird?

Vergleicht man Kuhmilch mit angepasstem Milchpulver (Anfangs- oder Folgemilch), stellt man fest:

  • zu hohe Proteinmengen (3 bis 3,5g pro 100ml anstatt 1,2 bis 1,9g pro 100ml),

  • zu wenig Eisen (0,03mg pro 100ml anstatt 0,7 bis 1mg pro 100ml),

  • zu wenige essentielle Fettsäuren: Linolsäure (90mg pro 100ml anstatt 350 bis 740mg pro 100ml) und alpha-Linolensäure (in Spuren enthalten anstatt 30 bis 100mg pro 100ml),

  • Triglyceride, die hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren bestehen,

  • zu viele Mineralsalze (900mg pro 100ml anstatt 250 bis 500mg pro 100ml). Die osmotische Aktivität von Kuhmilch ist zu hoch und kann zu einer Überlastung der Nieren und in bestimmten Situationen zu einem erhöhten Dehydrierungsrisiko führen.

 

 



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